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Schwanebecks Stadtmauer

Stadtmauern sollten in Vorzeiten vor Räubern und den Fehden der Fürsten schützen. Auch die Stadt Schwanebeck hatte ihre Stadtmauer. Sie zählt auch heute noch mit den vorhandenen Resten zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Am besten erhalten ist die Mauer in der Wallstrasse, in der Turmstrasse und “An der Stadtmauer“.
Im Süden war die Mauer relativ niedrig, da der Limbach mit seinem Schwemmge- biet einen natürlichen Schutz bot. In der Turmstrasse ist die Mauer deutlich höher und dicker, da eben kein Bach Schutz bot. In diesem Mauerteil steht gut erhalten der Panneturm, von dem aus (auch in Verbindung mit der Paulskopfwarte im Huy) mit Brand- und Rauchzeichen vor Raubrittern und anderen Gefahren gewarnt werden konnte.
Die Mauern, in denen heute kleine Türen den Zugang zu den dahinter liegenden Gärten ermöglichen, waren von mehreren Stadttoren durchbrochen: Südtor, Obertor, Niedertor, Gänsetor (Pieleckentor). Während letzteres dem Austrieb des Federviehs auf den Gänseanger (heute Sitz Fleischerei Bendler) diente, waren an den anderen Toren die Zugänge der Stadt und damit auch die Zolleinnahmestellen.

Zu den Befestigungsanlagen der Stadt gehörte auch die um das Jahr 1000 errichtete Burg. Sie wurde 1201 auf Geheiß des Bischofs von Halberstadt zerstört und später viel bescheidener wieder errichtet. Heute erinnert nur eine völlig von Efeu überwachsene Turmruine an die Burg von Schwanebeck.
Im 18. Jahrhundert hatten sich die Stadtmauern erübrigt, die Entwicklung der Kriegstechnik machte sie wirkungslos; Schwanebeck konnte sich in alle Richtungen erweitern. Heute künden neben den Mauerresten noch einige Straßennamen von Mauern und Toren.

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Panneturm

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Turmstrasse

An der Stadtmauer

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auf der Burg obertor
Stadtmauer
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turmstrasse wallstrasse