Wirtschaft und den Branchen aus NRW – ein Überblick

Zunächst einmal kann man sagen, dass Nordrhein-Westfalen ein nach wie vor wichtiger Wirtschaftsstandort ist!

NRW ist nach Einwohnerzahl das größte Bundesland und ein zentraler Wirtschaftsraum in Deutschland. Hier findet sich eine Mischung aus Industrie, Mittelstand, Dienstleistungen, Handel und modernen Technologiebereichen. Zu den wichtigsten Ballungsräumen zählen Rhein-Ruhr, Köln/Bonn, Düsseldorf als auch das Münsterland.

Viele Spezialunternehmen

Außerdem verfügt Nordrhein-Westfalen als einer der wenigen Standorte weltweit über eine umfangreiche industrielle Lieferkette. Maßgeblich ist dabei die besondere Mischung von spezialisierten kleinen als auch mittelständischen Unternehme. Ebenso kommen großen mittelständische Unternehmen und Großunternehmen dazu. Vereint werden diese Unternehmen durch einen hohen Internationalisierungsgrad. Dieser betrifft unter anderem Grundstoffindustrien, spezialisierte Zulieferer und ebenso große Systemanbieter auf wachstumsstarken Leitmärkten.

Nordrhein-Westfalen mit seinen über 18 Millionen Einwohnern erwirtschaftet ca. ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland. Einige Unternehmen machen die beeindruckende wirtschaftliche Bandbreite NRWs deutlich. Darunter fallen globale Telekommunikations- und Logistikkonzerne, Energie- und Chemiekonzerne sowie Handelsgruppen, Maschinenbau- und Industrieunternehmen, Versicherungen als auch kommunale Versorger.

Starke traditionelle Branchen in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es starke traditionelle Branchen. Dazu zählen:

der Maschinen- und Anlagenbau
die Chemieindustrie
die Metall- und Stahlindustrie
die Energie und Energiewirtschaft
die Automobilindustrie und Zulieferer
Logistik und Verkehr

Dazu gewinnen gleichzeitig Dienstleistungen und wissensintensive Branchen an Bedeutung. Auch wichtige administrative Unterstützungsdienstleistungen wie Steuerberater oder spezialisierte Unternehmen, die sich beispielsweise auf DATEV-Schnittstellen zu Business-Systemen spezialisiert haben, sind sehr gefragt.

Der Mittelstand als wirtschaftliches Rückgrat in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es noch viele mittelständische und familiengeführte Unternehmen und es findet häufig eine starke Spezialisierung sowie eine internationale Ausrichtung statt. Die Rede ist ebenso von vielen, sogenannten „Hidden Champions“. Darunter versteht man erfolgreiche, häufig mittelständische Unternehmen, welche in ihrem Bereich Weltmarktführer oder zumindest Spitzenreiter sind. Diese „Hidden Champions“ zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist weniger bekannt sind, aber trotzdem beste Unternehmensergebnisse erzielen. Solche Unternehmen sind meistens in spezialisierten Märkten tätig, wo sie mit einer herausstechenden Marktposition sowie besonderen Innovationspotential überzeugen. Zu der Fokussierung auf eine spezielle Branche oder Produktlinie ist auch eine lange Tradition für sie typisch, in der diese Unternehmen ein konstantes Wachstum sowie eine solide Marktposition aufbauen.

Digitalisierung und IT in NRW

Auch in NRW haben natürlich IT-Dienstleister, wie etwa dieser IT-Dienstleister aus Langenfeld in Nordrhein-Westfalen, Systemhäusern als auch Softwareunternehmen eine wachsende Bedeutung. So benötigen viele Unternehmen Unterstützung bei zum Beispiel der Digitalisierung, Netzwerken sowie bei der IT-Sicherheit und Modernisierung der Infrastruktur. Gerade für mittelständische Unternehmen ist dies eine wichtige Schnittstelle zwischen der klassischen Wirtschaft und der Digitalisierung. Man darf dabei den steigenden Bedarf durch Cybersecurity, Homeoffice, Cloud-Lösungen und zunehmender Automatisierung nicht vergessen. Und KI sowie die Datenverarbeitung werden weitere Wachstumsfelder sein.

Über die regionale Bedeutung von IT-Dienstleistern und Systemhäusern in NRW

Nordrhein-Westfalen bietet durch seine hohe Unternehmensdichte einen großen Kundenmarkt und die sogenannten Systemhäuser betreuen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. So entstehen häufig langfristige Kundenbeziehungen und eine dauerhafte Betreuung der kompletten IT-Infrastruktur. Dabei wird die Verbindung von technischer Kompetenz sowie Beratung immer wichtiger.

Die Transformation kann zu einer zentralen Herausforderung werden

Das eine Transformation zu einer zentralen Herausforderung werden kann liegt daran, dass Unternehmen gleichzeitig digitaler, nachhaltiger und wettbewerbsfähiger werden müssen. Dazu kommen Energiekosten, Bürokratie, Fachkräftemangel sowie die internationale Konkurrenz. Die klassische Industrie steht vor großen Veränderungen und die Digitalisierung sowie Automatisierung können dabei helfen, Prozesse effizienter zu gestalten.

Über den Fachkräftemangel als weitere Herausforderung

Der Fachkräftemangel macht sich ebenfalls in Nordrhein-Westfalen bemerkbar. Dies bedeutet, dass Unternehmen zwar offene Stellen haben, aber es finden sich dafür nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte. Es ist die Rede davon, dass in NRW inzwischen praktisch alle Wirtschaftsbereiche davon betroffen sind. Gemäß dem aktuellen IHK-Fachkräftemonitor könnte es sein, dass die unbesetzten Stellen in NRW bis zum Jahr 2035 auch noch sehr deutlich ansteigen werden.

Folgende Branchen sind beispielsweise besonders davon betroffen:

Die Industrie und das produzierendes Gewerbe wie beispielsweise Mechatroniker, Elektroniker und technische Fachkräfte.
Das Baugewerbe und Handwerk wie beispielsweise Fachkräfte im Bau sowie in der Energie- und Gebäudetechnik.
Logistik und Verkehr wie beispielsweise Fahrer, Logistik-Fachkräfte und Beschäftigte in der Organisation.
Der Gesundheits- und Sozialbereich wie beispielsweise Pflegekräfte als auch weitere qualifizierte Beschäftigte.
Der Dienstleistungsbereich, wie unter anderem Fachkräfte für Unternehmensorganisation und Verwaltung.
Energie und Umwelt, denn aufgrund der Energiewende sowie Digitalisierung entstehen neue Anforderungen an Fachkräfte.

Dabei ist interessant zu bemerken, dass besonders beruflich qualifizierte Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung fehlen. Es geht also nicht nur um Akademiker, wie viele Menschen oft denken, sondern auch sehr stark um Personen mit einer dualen Berufsausbildung.

Warum es diesen Mangel gibt, soll hauptsächlich am demografischen Wandel liegen, denn viele Menschen aus der geburtenstarken Babyboomer-Generation werden in den kommenden Jahren in Rente gehen und gleichzeitig kommen aber weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Deshalb sinkt die Zahl an Arbeitskräften.

Diese Entwicklung wird Folgen für die Wirtschaft haben, da Unternehmen unter Umständen weniger oder bestimmte Aufträge nicht mehr annehmen, Produktionskapazitäten nicht komplett ausnutzen oder Dienstleistungen nicht anbieten können. Der Fachkräftemangel, aber auch die Nachfolgeproblematik werden zu den größten langfristigen Herausforderungen für die Wirtschaft in NRW gehören.

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